Willkommenskultur im Landkreis Limburg-Weilburg

In vielen Gemeinden im Landkreis Limburg-Weilburg setzen sich Menschen unterschiedlicher Konfessionen dafür ein, dass Flüchtlinge sich willkommen fühlen. Sie tun das ehrenamtlich und in Ihrer Freizeit. Dabei möchten wir sie unterstützen.

Die Mitarbeiter des Caritasverbandes für den Bezirk Limburg kümmern sich neben der Beratung von Asylbewerbern vor allem um die Vernetzung und Begleitung von Ehrenamtlichen. Auf diesen Seite finden Sie vielfältige und hilfreiche Informationen zum Thema Flüchtlingshilfe und nützliche Links für die Praxis. Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie Unterstützung und weitere Infos benötigen. Unser Angebot an Kursen und Info-Treffen finden Sie unter "Termine".

Als Caritas stehen wir aber im Landkreis Limburg-Weilburg nicht allein: Zum Arbeitskreis "Flüchtlingshilfe" im Landkreis gehören auch das Katholische Bezirksbüro, das Kreissozialamt, das Evangelische Dekanat Runkel sowie die Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigung (GAB). Sie erreichen den AK "Flüchtlingshilfe" unter AKF(at)limburg-weilburg.de.

 


Aktuelles
Andreas Marx (Mitte; Bezirksleiter LOTTO Hessen) übergibt den symbolischen Scheck an Caritas-Geschäftsführer Max Prümm (2. v. re.). Über die mobile Unterstützung freuen sich die Caritas-Mitarbeiter Detlef Knopp (li.), Stephan Behrla (2.v.li.) und Rachid Nasyrov (re.).

Caritas erhält Bus für Flüchtlingsarbeit

Förderung durch die GlücksSpirale

 

Der Caritasverband für den Bezirk Limburg hat im Juni aus Mitteln der Lotterie „GlücksSpirale“ von LOTTO Hessen einen Zuschuss in Höhe rund 17.000 Euro zur Anschaffung eines Busses erhalten. Andreas Marx, Bezirksleiter von LOTTO Hessen, übergab am 6. Juli den symbolischen Scheck an Caritas-Geschäftsführer Max Prümm, Sachbereichsleiter Stephan Behrla und Detlef Knopp, der im Verband für die Kirchengemeinden zuständig ist.

Im Rahmen der „Willkommenskultur für Flüchtlinge“ unterstützt der Caritasverband zahlreiche Gruppen von ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern im Landkreis Limburg-Weilburg. Dabei sind oft Fahrdienste nachgefragt, die die Ehrenamtlichen nicht bewältigen können. „Vor allem im ländlichen Raum gibt es keinen guten Anschluss an Bus und Bahn,“ beschreibt Detlef Knopp die Situation. „Mit dem Fahrzeug können wir nun Sachspenden transportieren oder Gruppen zu Bildungsangeboten, Einrichtungen oder auch Freizeit- und Sportveranstaltungen mitnehmen. Das ist wichtig für die Integration der Menschen.“ Auch beim Umzug aus einer Gemeinschaftsunterkunft in eine eigene Wohnung könne nun Hilfe geleistet werden. Der Fiat Ducato mit neun Sitzen bzw. großem Stauraum steht also sowohl für die eigenen Projekte des Caritasverbandes zur Verfügung als auch zur Unterstützung der Arbeit der ehrenamtlichen Flüchtlingshelferkreise im Landkreis.

„Mobilität ist für eine erfolgreiche Integration unabdingbar, denn nur so können verschiedene Angebote wie Sprachkurse überhaupt erst wahrgenommen werden. Nur so kann soziale Teilhabe gelingen. Aus diesem Grund unterstützen wir den Caritasverband Limburg gerne mit einem Kleinbus für die Flüchtlingsarbeit“, betonte Marx. Allein im vergangenen Jahr kamen rund 133 Millionen Euro von LOTTO Hessen dem hessischen Gemeinwohl zugute. Davon wurden 30 Millionen Euro für soziale Einrichtungen und Projekte bereitgestellt.

Der Caritasverband für den Bezirk Limburg e.V. ist Träger der Migrationsberatung für Erwachsene sowie des Jugendmigrationsdienstes Limburg-Weilburg. In den letzten Monaten wurde das Angebot ergänzt mit der Beratung von Asylbewerbern und der Begleitung von in der Flüchtlingsarbeit engagierten Ehrenamtlichen.

Migrations- und Flüchtlingsarbeit neu aufgestellt

Hinten (v.li.n.re.): Stephan Behrla (Sachbereichsleitung), Max Prümm (Geschäftsführung), Yvonne Best (Migrationsberatung), Detlef Knopp (Koordination Flüchtlingshilfe), Sebastian Schneider (Migrationsberatung), Gerhard Neunzerling-Dernbach und Sahar Torabi (beide Jugendmigrationsdienst). Vorne sitzend (v.li.n.re.): Stephanie Ellenburg (Willkommenskultur für Flüchtlinge), Lena Taibinger (Jugendmigrationsdienst) und Sandra Hansen (Willkommenskultur/Flüchtlingsberatung).

Der Caritasverband für den Bezirk Limburg hat auf den stark gestiegenen Beratungs- und Informationsbedarf von Flüchtlingen und Zuwanderern reagiert und sich um Zuwendungen und Projektmittel bemüht. Mit Erfolg: Die Migrationsberatung für Erwachsene und der Jugendmigrationsdienst wurden ausgebaut und mit Angeboten zur Beratung von Flüchtlingen sowie zur Unterstützung ehrenamtlicher Helferkreise ergänzt.

Im neuen Arbeitsschwerpunkt Flüchtlingshilfe unterstützen seit dem 15. April 2016 mit Sandra Hansen und Stephanie Ellenburg zwei neue Mitarbeiterinnen das Beratungsteam der Migrationsberatungsdienste. Sandra Hansen berät sowohl in Weilburg als auch in Limburg jeweils zweimal pro Woche Flüchtlinge vor oder im Asylverfahren.

Ein weiteres Unterstützungsangebot richtet sich an Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe. Sandra Hansen und Stephanie Ellenburg sind Ansprechpartnerinnen für die zahlreichen Helferkreise im Landkreis – Frau Hansen für die Gemeinden in der Region Weilburg und Frau Ellenburg für die Gemeinden in der Region Limburg. Sie begleiten Flüchtlingshelfer, organisieren Info-Veranstaltungen und nehmen am Arbeitskreis Flüchtlingshilfe sowie am Runden Tisch teil.

Finanziert wird das Angebot von der „Aktion Mensch“ und vom Bistum Limburg im Rahmen der „Willkommenskultur für Flüchtlinge“. Daneben gibt es beim Caritasverband weiterhin die bewährten Beratungsdienste, deren Mitarbeiter nun mit einem erhöhten Stellenumfang arbeiten: Zuwanderer über 27 Jahre mit Aufenthaltserlaubnis – darunter auch anerkannte Flüchtlinge – wenden sich im Falle eines Unterstützungs- und Informationsbedarfs bei der sozialen Sicherung, Integration oder bei Behördenkontakten an die Migrationsberatung für Erwachsene. Verantwortliche Fachdienstmitarbeiter sind hier Sebastian Schneider (zuständig für das Gebiet des Landkreises) sowie Yvonne Best (zuständig für die Limburger Gebiete Südstadt und Blumenrod sowie Linter).

Darüber hinaus bietet der Jugendmigrationsdienst Limburg-Weilburg jungen Neuzuwanderern und jungen Menschen mit Migrationshintergrund jeweils im Alter von 12 bis 27 Jahre, die im Landkreis wohnen, unter anderem Beratung und Begleitung bei allen Fragen und Problemen des alltäglichen Lebens in Deutschland. Mitarbeiter im Jugendmigrationsdienst sind Gerhard Neunzerling-Dernbach und Sahar Torabi sowie ab Mai zusätzlich Lena Taibinger. Die Mittel für die Stellenerhöhungen der beiden Fachdienste werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend bereitgestellt.

Weitere Informationen und Kontaktdaten erhalten Sie unter Tel. 06431/2005-40 oder im Internet unter www.caritaslimburg.de/Migration

 

 

„Oasentag“ für ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe

Für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Flüchtlingshilfe im Landkreis veranstaltete der Caritasverband für den Bezirk Limburg am 15. Januar 2016 zum ersten Mal einen "Oasentag". Elf Engagierte folgten der Einladung in den „Nehemia-Hof“ der Jesus-Bruderschaft in Gnadenthal.

Mit Unterstützung des Caritas-Seelsorgers Michael Cleven vom Regfugium Hofheim wollte man den Ehrenamtlichen nicht nur fachliche Informationen geben und ihre Vernetzung untereinander fördern, sondern ihnen auch eine Gelegenheit bieten, ihre Tätigkeit zu reflektieren und neue Kraftquellen zu erschließen. Das den Tag begleitende Leitmotiv lautete "Räume nutzen und gestalten“. Die Teilnehmer schätzen im Rückblick besonders das offene Miteinander des gemeinsamen Tages  und erlebten diese „Oase“ als sehr hilfreich für ihre ehrenamtliche Tätigkeit und wünschen sich auch zukünftig ähnliche Angebote. 

 

Kino für Flüchtlingskinder

Am Vormittag des 19. Dezember 2015 waren alle Flüchtlingskinder aus den Gemeinschaftsunterkünften im Landkreis Limburg-Weilburg zu einem Kinobesuch eingeladen. Etwa 100 Kinder kamen in Begleitung von ehrenamtlichen Betreuern und sahen bei Popcorn und Cola gemeinsam den Kinofilm "Minions 3". Möglich wurde dies durch Savas Dogrum vom Cineplexx Limburg, der sein Kino an diesem Vormittag extra für die Kinder öffnete und Gunnar Zessel von der "send me an angel"-Stiftung Limburg, die Popcorn und Getränke stiftete. Sonja Peichl vom Caritasverband hatte sich mit dieser Idee Anfang Dezember an die beiden Geschäftsmänner gewandt, die sofort ihre Unterstützung zusagten.

Die Kinder, von denen viele sehr anstrengende Wochen und Monate auf der Flucht zu Fuß oder übers Mittelmeer aus dem Nahen Osten nach Europa hinter sich haben, konnten so einfach mal nur Kind sein und Spaß haben. Einen herzlichen Dank auch an die Ehrenamtlichen, die durch Fahrdienst und Begleitung den Besuch in Limburg ermöglicht haben!

 

Begegnung mit persischer und afghanischer Kultur

Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2015 fand am Montag, dem 28. September, das alljährliche afghanisch-iranische Begegnungsfest statt. Sahar Torabi vom Caritasverband für den Bezirk Limburg hatte die Veranstaltung mit interessanten Informationen über die persische und afghanische Kultur, süßen Leckereien und musikalischer Begleitung vorbereitet. Die Anwesenheit vieler Menschen aus diesem Kulturkreis - darunter auch Flüchtlinge - bot die Gelegenheit zu anregenden Gesprächen, unter anderem über den Islam, den Unterschied zwischen Sunniten, Schiiten und Ahmadiyya sowie über die jetzige politische Lage im Iran.    

Sahar Torabi (2. v. re.) lud Deutsche, Flüchtlinge und Zuwanderer ein zu einem unterhaltsamen Nachmittag. Foto: V. Klum

 

Kreuzfest am 20. September 2015 in Limburg  

Auch der Apostolische Administrator Weihbischof Manfred Grothe informierte sich am Stand über die Flüchtlingsinitiative in Villmar. Links Paul Arthen von der KAB Villmar.
Sebastian Schneider (rechts) präsentierte die Arbeit des Caritasverbandes für den Bezirk Limburg.

 

Theatergruppe mit Flüchtlingshintergrund - das Ensemble "Phönix" tritt beim Caritas-Ehrenamtsfest am 25. August 2015 auf

Oh je! Hamid und Mina haben ihre Pässe verloren - ab jetzt sind sie "Illegale".
Die Gruppe Phönix unterhielt am 25. Juli 2015 die Gäste des Ehrenamtsfestes
Regisseur ist der Iraner Mohammad Davoudi

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Dr. Georg Poell

Bezirksreferent Katholischer Kirchenbezirk

Franziskanerplatz 3

65589 Hadamar

Tel.: 06433 881-23

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